Ausschreibung für die Fachrichtungen wie z. B.: Informatik, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau, Mathematik, Softwareengineering, technische Informatik, Technologiemanagement oder vergleichbare.
Warum Anomalie-Lokalisierung?
Rund 10 % des gesamten Stromverbrauchs in der verarbeitenden Industrie in den USA und der EU-15 entfallen auf Druckluftsysteme. Hohe Leckageraten von 15 % bis zu 60 % führen dabei zu erheblichen Energie- und Kostenverlusten. Im Kontext von Industrie 4.0 bieten datengetriebene und modellbasierte Methoden ein hohes Potenzial, Anomalien wie Leckagen frühzeitig zu erkennen und deren Ursachen gezielt zu lokalisieren. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, nicht nur das Auftreten einer Anomalie zu detektieren, sondern deren räumliche Position im System zuverlässig zu bestimmen. Hierfür sind Softwarearchitekturen erforderlich, die Sensordaten, physikalisches Systemwissen und lernbasierte Modelle systematisch integrieren.
Durch den zunehmenden Einsatz von Sensorik stehen in der industriellen Fertigung umfangreiche Messdaten aus Druckluftsystemen zur Verfügung. Unüberwachte und teilüberwachte Verfahren des Maschinellen Lernens zeigen vielversprechende Ergebnisse in der Anomalieerkennung. Die gezielte Lokalisierung von Leckagen ist jedoch bislang nur unzureichend erforscht.
Physics-Informed Neural Networks (PINNs) stellen einen innovativen Ansatz dar, da sie physikalische Gesetzmäßigkeiten direkt in den Lernprozess integrieren. Bisherige Arbeiten fokussieren sich jedoch überwiegend auf einzelne Modellansätze, ohne diese in eine übergeordnete, wiederverwendbare Architektur einzubetten.
Vorarbeiten haben die grundsätzliche Eignung von Physics-Informed Neural Networks (PINNs) zur Lokalisierung von Leckagen in Druckluftsystemen demonstriert. Eine umfassende, systematische Validierung dieses Ansatzes unter realitätsnahen Bedingungen steht jedoch bislang aus.
Ziel dieser Masterarbeit ist der Entwurf, die Implementierung und die Evaluation einer modularen Systemarchitektur zur Anomalie-Lokalisierung in Druckluftanlagen auf Basis Physics-Informed Neural Networks.
Die Architektur soll:
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