(Gemeinnütziger Träger der Jugendhilfe und Teil des Arbeitsgemeinschaftenverbunds 1001Perspektiven)
Mit der Gründung des Sozialunternehmens 1001Perspektiven und N1, in Form einer Arbeitsgemeinschaft, wird der Fokus auf die Problematik gefährdeter junger Menschen zusätzlich geschärft. Durch die Entwicklung und die Implementierung von Modellprogrammen und die dadurch entstehenden Kooperationsnetzwerke, soll das Hilfeangebot für gefährdete junge Menschen qualitativ und quantitativ erweitert werden. Die anvisierten interdisziplinären Lösungen sollen individuelle, evidenzbasierte, skalierbare Programme ermöglichen, mit deren Hilfe weitere Perspektiven und Inspirationen sowohl für die Jugendhilfe als auch für die Kommunalpolitik generiert werden.
Die Zielgruppe des Mentoringprogramms besteht aus jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren, die vorwiegend eine risikobehaftete instabile Phase durchleben und besondere Bedürfnisse in Bezug auf ihre Persönlichkeitsentwicklung und SELBSTerfahrung in diesem Kontext aufweisen.
Es besteht die Notwendigkeit einer progressiven Früherkennungs- und Präventionsstrategie und einer ständigen Neuausrichtung der Definition und Indikatoren von Gefährdung im Jugendalter. Der Fokus soll demnach nicht nur auf als „Systemsprenger“ klassifizierte, gefährdete junge Menschen gerichtet sein, die von anderen Angeboten der Jugendhilfe nicht erreicht werden, sondern auch auf junge Menschen die psychische Belastungen, traumatische Erfahrung und Missbrauch introvertiert ausleben oder mit konformistischem Verhalten kaschieren. Diese „funktionierenden“ jungen Menschen gelten als besonders gefährdet, da die Beeinträchtigungen erst in einem Alter zum Erscheinen kommen, in welchem das Hilfesystem nicht (mehr) über die Interventionsmöglichkeiten der Jugendhilfe verfügt und dramatische, weitreichende, nicht selten generationsübergreifende Folgen oft nicht vermieden werden können
Über das Mentorin-Programm allgemein
Das Mentoring-Programm bietet Lösungsansätze für folgende Probleme und Themenbereiche:
Keine oder mangelnde Fallentwicklungsperspektive konventioneller Jugendhilfeangebote, resignierende Helfernetzwerke
Fehlende, veraltete oder unvollständige Anamnese aufgrund mangelnder Mitwirkung des jungen Menschen sowie nicht durchführbare Präventions- und Krisenbegleitungskonzepte
Wechselnde Bezugspersonen und Betreuungskonzepte durch häufige, vorzeitige Hilfebeendigung
Keine oder mangelnde Partizipation, Einsicht, Therapiebereitschaft usw. (ausgeprägte Konfrontation, Retraumatisierung usw.)
Akute Kindeswohlgefährdung durch Obdachlosigkeit, Mittellosigkeit oder Perspektivenlosigkeit
Professionelles Mentoring
Der BLACK SHEEP CLUB, das BLACK SHEEP MENTORINGPROGRAMM und das BLACK SHEEP TRAINING sind die künstlerischen Bezeichnungen unserer sozialpädagogischen Hilfeangebote und Trainingsmaßnahmen. Sowohl die Symbolik als auch die angewendeten Methoden sind in der Fachliteratur wiederzufinden und somit als lösungsorientiertes Jugendhilfeangebot nach SGB VIII klassifizierbar (s. Rechtsgrundlagen).
Die BLACK SHEEP Mentorinnen und Mentoren verfügen neben ihren sozialpädagogischen Fachkenntnissen über spezielle künstlerische und/oder therapeutische Profile: Menschenflüsterer mit ausgeprägter emotionaler Intelligenz und Authentizität, die als Grundlage für die Etablierung stabiler Vertrauensbeziehungen und Basisakzeptanz bei gefährdeten jungen Menschen mit (re-)traumatisierten Beziehungsmustern und anhaltender konformistischer oder konfrontativer Haltung gegenüber professionellen Helfernetzwerken dienen.
Die Profile unserer Mentoren und Mentorinnen beinhalten sechs Spezifizierungsbereiche, deren Kombination bei der individualisierten Trainings- oder Mentoringskonzeption essenzielle Bedeutung hat:
1. Persönlichkeitsentwicklung (emotionale Intelligenz, Selbsterfahrung und Selbstreflexionsvermögen)
5. Selbständigkeit und extendierter Einsatzumfang (24/7 Interventionen, langfristige Angebote, Mobilität)
6. persönliche und professionelle Netzwerke
Die Mentorin/der Mentor handelt stets professionell, indem er als Übersetzer für den jungen Mensch zur Verfügung steht, Prozesse begleitet und gemeinsam mit ihm wichtige Ereignisse analysiert sowie Ziele und Handlungsstrategien anvisiert.
Die Mentorin/der Mentor versteht Zusammenhänge und hat ein individuelles Know-how auf dem Gebiet der zwischenmenschlichen Beziehungen und des sozialen Lebens. Er agiert als Moderator und Lösungsinitiator und erweitert die Perspektive des jungen Menschen. Der Mentor ist in diesem Sinne nicht objektiv, er hat eine sehr individuelle, stark durch seine Lebenserfahrung geprägte, Betrachtungs- und Interpretationsweise, die auf seiner eigenen Persönlichkeit basiert. Diese Konstellation ermöglicht die Gewährung einer emotionalen Authentizität.
Die Mentorin/der Mentor obliegt der professionellen Schweigepflicht, handelt jedoch nach Berufsethos und moralischen Normen, welche seine Arbeitsgemeinschaft als Konvention und Vereinbarung festgelegt hat. Die gesetzlichen Regelungen bilden die Rahmung für den Methodenpluralismus
Art der Stelle: Vollzeit, Teilzeit, Festanstellung