Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts xG-RIC („Next Generation Communication Networks Research and Innovation Cluster“) arbeiten wir gemeinsam mit dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) an der Entwicklung innovativer 6G-Anwendungen für den medizinischen Bereich. Ein zentrales Forschungsziel ist die Entwicklung von dynamischen Digitalen Zwillingen für komplexe klinische Szenarien – etwa beim Schock, akuten Lungenversagen (ARDS) oder Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS). Diese Digitalen Zwillinge sollen interoperable Echtzeitdaten und KI-gestützte Analytik nutzen, um physiologische und pathologische Zustände präzise zu modellieren, zu simulieren und zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. Weiteres Forschungsziel ist die Integration kabel-loser IoT-Systeme mit gegenwärtigen Monitoringsystemen auf der Intensivstation, um die mit konventioneller Überwachung einhergehenden Einschränkungen der Immobilität zu reduzieren, zirkadiane Störungen zu behandeln und hämodynamische Risiken präziser zu erfassen. Schließlich soll eine mobile, datengestützte Nachsorge nach intensivstationärer Therapie weiterentwickelt werden, um frühzeitig postintensivmedizinische Genesungsstörungen zu erkennen und zu behandeln. Mit diesen drei Forschungszielen können klinische Prozesse und Behandlungsstrategien datenbasiert verbessert werden. Die technologischen Grundlagen – ultraniedrige Latenz, hohe Konnektivität und verteilte Intelligenz – werden im Projekt xG-RIC exploriert und deren Nutzung in der Medizin in Form oben genannter Anwendungsfälle erforscht.
Die Stelle im Überblick
Mitarbeit an der Entwicklung, Integration und Analyse von bioinformatischen ML und KI-basierten Modellen im Rahmen des Projekts xG-RIC
Konzeption, Aufbau und Pflege von Datenpipelines zur Verarbeitung und Analyse klinischer Echtzeit- und Sensordaten
Entwicklung von Methoden zur Kopplung biomedizinischer Datenströme mit digitalen Zwillingen (z. B. Vitalparameter, Bildgebung, Labordaten)
Mitarbeit an der Erstellung von Simulationsumgebungen zur Abbildung von Patientenzuständen und Krankenhausprozessen
Unterstützung bei der Implementierung verteilter KI-Modelle (Edge-/Cloud-Computing) in Kooperation mit Informatik- und Ingenieurteams
Datenintegration von IoT und Monitoring Systemen auf Intensivstationen
Unterstützung bei der Entwicklung einer mobilen, datengestützten Nachsorge nach intensivstationärer Therapie
Sicherstellung von Datenqualität, Reproduzierbarkeit und FAIR-konformer Dokumentation
Mitwirkung bei wissenschaftlichen Publikationen und Präsentationen
Danach suchen wir
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Bachelor oder Diplom) in Bioinformatik, Informatik mit Schwerpunkt Bioinformatik, Biomathematik, Computational Biology oder vergleichbar -
Masterabschluss muss bei Vertragsunterzeichnung vorliegen
Erfahrung mit international anerkannten semantischen und syntaktischen Standards im Gesundheitswesen (z. B. HL7 FHIR, LOINC, SNOMED CT, ICD, OMOP) sowie Verständnis für deren Anwendung in interoperablen Systemarchitekturen.
Erfahrung in der Integration von Daten- und Service-Ökosystemen für Digital-Twin-Anwendungen
Erfahrung in der Entwicklung von Skripten und Pipelines zur Datenintegration und Echtzeitkommunikation-Dokumentation
Erfahrung im Bereich Maschinelles Lernen zur Detektion von hochauflösenden Signalen
Programmierung & Analyse: Python (NumPy, Pandas, Matplotlib, Seaborn, SciPy, scikit-learn), R (tidyverse, ggplot2), SQL
Datenanalyse & Tools: Dashboard-Erstellung (Superset), Datenvisualisierung, statistische Modellierung, REDCap-Datenbankmanagement
Cloud & Systeme: Linux, Git, Docker, AWS
NGS & Bioinformatik: FASTQ, BAM, VCF, Variant Calling, Annotation, Single-Cell RNA-seq (Seurat, Scanpy)
Wünschenswert ist eine PhD-Bereitschaft
Ausgeprägte Teamfähigkeit und hohe Flexibilität verbunden mit einem herausragenden Engagement
Empathie gegenüber Patientinnen / Patienten und Angehörigen
Sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in Deutsch und Englisch
Wünschenswert
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Erfahrungen mit Echtzeitdaten, Sensordaten oder Streaming-Plattformen
Kenntnisse in der Modellierung oder Simulation biologischer Systeme (z. B. Systembiologie, physiologische Modelle)
Vertrautheit mit Cloud- oder Edge-Computing-Infrastrukturen
Grundverständnis von Netzwerktechnologien (z. B. 5G/6G-Kommunikation)
Erste Erfahrung in Forschungsprojekten mit medizinischem oder technologischem Schwerpunkt
Das bringt die Charité mit
Eine spannende Tätigkeit an der Schnittstelle von Biomedizin, KI und KommunikationstechnologienMitarbeit in einem interdisziplinären und national sichtbaren Innovationscluster
Möglichkeit, modernste 6G-Technologien aktiv in die Medizin der Zukunft zu überführen
Exzellente technische Infrastruktur und enge Zusammenarbeit mit führenden Forschungsinstituten (z. B. Fraunhofer HHI)
Weiterbildungsmöglichkeiten und aktive Unterstützung bei wissenschaftlichen Qualifikationen (Promotion möglich)
Der Mitarbeiterin / dem Mitarbeiter wird nach §110 BerlHG Zeit für die eigene wissenschaftliche Qualifikation zur Verfügung gestellt
Informationen zur Stelle
Entgeltgruppe E13 TVöD. Hier finden Sie alle Informationen zum Gehalt und Tarifvertrag
Teilzeitstelle mit 30,8 Wochenstunden
Die Position ist bis zum 31.12.2027 befristet, da sie an die Projektlaufzeit gebunden ist
Bei uns sind 30 Tage Urlaub Standard
Die Bewerbungsfrist endet am 21.01.2026
Kennziffer 6065
Bewerbung
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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
claudia.spies@charite.de
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